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Die Ebene der Provinz Brescia, die sich südlich der Provinzhauptstadt ausdehnt, ist ein touristisch noch wenig bekanntes Gebiet. Nach und nach, beim Kennenlernen der Burgen, Villen und der seit jeher landwirtschaftlich wichtigen Ortschaften, macht sich die ganz eigenwillige Faszination der "Bassa" - wie die Ebene kurz genannt wird - bemerkbar. Die Flüsse entlang und durch die Wälder wandern, die Kirchen besuchen, die wertvolle Kunstschätze aufbewahren, und schlieb lich die einfachen, doch schmackhaften Gerichte der lokalen Küche kosten - das ist sicher ein guter Weg, um die "Bassa" kennenzulernen.

Montichiari

Die hohe Kuppel der Pfarrkirche und ein Schloss sind die dominierenden Bauwerke diese reizenden kleinen Stadt. Dass sie antiken Ursprungs ist, wissen wir von den Funden aus römischer und vorrömischer Zeit aus der Umgebung. Mailand und Venedig haben lange um sie gekämpft. Schloss Bonoris wurde im vorigen Jahrhundert in neugotischem Stil auf der Ruinen der mittelalterlichen Burg aufgebaut. Die imposante Pfarrkirche, entworfen von Antonio Marchetti, stammt aus dem 18.Jh. Sie beherbergt die Das letzte Abendmahl von Moretto. Umweit der Stadt, in einer bezaubernden Gegend, muss die schöne romanische Kirche San Pancrazio aus dem 12.Jh. besucht werden.

Leno

Der Langobardenkönig Desiderio hat hier im Jahr 758 ein Kloster gegründet, das zu einem der bedeutendsten Norditaliens werden sollte. Von dem grob en Gebäude, das im 18.Jh. zerstört wurde, sind zwei romanische Löwen erhalten, die vor dem Eingang der Pfarrkirche errichtet waren, sowie kostbaren Fundstücke, wie kleine langobardische Goldkreuze, die jetzt im Museum von Leno zu sehen sind. Unweit von Leno ist Porzano, wo in der Kirche ein Altarbild von Moretto aufbewahrt wird.

Manerbio

Der "Vicus Minervae" der Römerzeit war im 10.Jh. eine wichtige Befestigungsanlage und ist heute ein grob es Landwirtschaft - und Wirtschaftszentrum. Sehr interessant ist das Städt. Museum mit zahlreichen archäologischen Funden aus der Brescianer Ebene - darunter Stücke aus keltischen Gräbern, während die wertvollen silbernen Schmuckscheiben selben Ursprungs ins Städtische Römische Museum von Brescia gebracht wurden. In der eindrucksvollen Pfarrkirche San Lorenzo aus dem 18.Jh. ist unter mehreren Kunstwerken vor allem das Altarbild der "Madonna mit Kind und den Heiligen" von Moretto zu nennen. Wenige Kilometer entfernt sollte man sich nicht einen Blick auf den prächtigen Privatbesitze der Provinz entgehen lassen - die Villa Lechi (1738 -1746) in Montirone mit dem schönen Garten all’italiana.


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