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Als die römischen Legionen im Valcamonica eintrafen

Die Pieve Santa Maria Annunziata (Pfarrkirche Maria Verkündigung, 14.- 15. Jh.) in Bienno weist auf den Wänden des Presbyteriums Fresken des Renaissancekünstlers auf: rechts die Vermählung von Maria, links die Darstellung im Tempel und an der hinteren Wand ein Gemälde eines unbekannten Autors. Die Tafel des Hauptaltars ist von Fiamminghino (1632), die Sibyllen des Pfeilerbogens von Giovanni Pietro da Cemmo und die Evangelisten und Kirchenlehrer auf dem Gewölbe von einem Helfer desselben. Das Schiff ist, bis auf die Decke, die wahrscheinlich getüncht wurde, nachdem die Kirche während der Pest als Lazarett diente, vollständig mit Weihgaben und verschiedenen Fresken bedeckt. Zu den Autoren dieser werden unter anderen Paolo da Cailina und der Mästro di Bienno gezählt. Bemerkenswert ist eine Serie von Einzelbildern, die die Geschichte des Sankt Franziskus erzählen und unterhalb davon ein Totentanz.

Hautabschabeisen zum Entfernen von Salben

Im Museo nazionale archeologico della Valle Camonica (Archäologisches Nationalmuseum) wurde ein Teil des Bodenmosaiks der Thermen rekonstruiert. Wahrzeichen des Museums ist die Statue des Minerva (1. Jh. n.Chr.), die 1986 in Breno wieder zum Vorschein kam. Sehenswert ist das Oscillum (1. Jh. n. Chr.), eine Steinscheibe, die auf einer Seite eine Mänade und auf der anderen einen Satyr darstellt und als Glücksbringer an einer Hauswand angebracht war, wo sie sich um den eigenen Durchmesser drehte. Hautabschabeisen, die man in den Thermalbädern zum Reinigen des Körpers von Salben benutzte, wurden wahrscheinlich ebenfalls in dieser Gegend hergestellt. Öffnungszeiten: 8.30 - 14 Uhr, Montag (wenn nicht Feiertag) geschlossen, freier Eintritt (Tel.: 0364/ 344301).

Das Wiederaufleben der Farben des Pietro da Cemmo

Die Kirche Santa Maria Assunta, zwischen 1460 und 1485 auf den Resten früherer Bauten wiedererrichtet, war die erste Kirche von Esine ( soll auf das 7.- 8. Jh. zurückgehen). Die Fassade wurde 1776 angefügt. Die mit der Zeit fahl gewordenen Farben der Fresken des Giovanni Pietro da Cemmo und anderen aus seiner Schule haben durch die Restauration ihre ursprüngliche Kraft wiedererlangt. Auf dem Triumphbogen bewundern wir so Ewiger Vater mit Engeln, an den Seitenwänden eine Verkündigung und darüber die Passion Christi, im Presbyterium rechts die Geburt Christi und die Anbetung der Könige, an der hinteren Wand eine grossartige Kreuzigung und auf der linken Seite Mariä Himmelfahrt, in der Mitte der Decke der Segnende

 


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