IseoseeEingebettet
zwischen den teils abschüssigen, teils lieblichen Hängen, widerspiegelt der Iseosee in
seinen Wassern das Grün der Voralpen, die ihn umgeben, und der Insel, die in seiner Mitte
liegt und von vielen, leicht erreichbaren Anhöhen das Panorama eines Fjordes inmitten von
Olivenhainen bietet.
Hier geht die Strasse vorbei, die den Zugang zum Valle
Camonica ermöglicht und die vom einstigen Durchzug der Heere, stürmischen Treiben der
Glaubensverteidiger und und vom Handel reicher Kaufleute gekennzeichnet ist. Kirchen und
Schlösser herrschen über Flut und Festland und bezeugen den antiken Stolz und Glaube,
den man heute noch nachfühlen kann.
Die Fischer werfen auch jetzt noch mit Erfolg ihre Netze aus und nähren somit die
Tradition und Eigenart einer Gastronomie, die den Geschmack von Reinheit und Tiefe
vermittelt.
GESCHICHTLICHE HINWEISE
An den Ufern des Lago dIseo blühten seit dem Steinzeitalter
Pfahlbautensiedlungen: Räter, Camuner und Cenomanen fanden hier einen Treffpunkt zum
Austausch ihrer Waren.
Nach der Unterwerfung des camunischen Volkes (16 v.Chr.)
dehnte sich die von den Römern hier eingerichtete Republik mit dem Hauptort Cividate
Camuno bis nach Pisogne und Sulzano aus.
Die Fischerei liess vor allem auf der Insel Montisola die Herstellung von Fischernetzen
aufblühen, die traditionsgemäss von den Mönchen der Insel San Paolo eingeführt worden
ist. Bereits im 15. Jh. bearbeitete man Wolle; 1784 schlossen sich die Handwerker des
Seegebietes in einer "Universitas" zusammen. Der Handel am See von Eisen und
Halbfabrikaten aus Metall aus dem Valle Camonica rief die Einrichtung von Eisenhütten und
Werkstätten, besonders in Marone, ins Leben.
1510 war auch Pisogne in einer jener Hexenverfolgungen verwickelt, von welchen das
Camonicatal über Jahrzehnte hinweg heimgesucht war und die viele Scheiterhaufen zum
Lodern brachten.
Die Öffnung der Küstenstrasse (1850) und der Eisenbahn (1907) verringerte die
Handelsbedeutung des Hafens von Iseo.