in Brescia und Umgebung

am Iseosee und im Franciacorta

im Valcamonica

am Gardasee und im Valsabbia

Home Rundgaenge

Ein unbeugsames Volk im Schatten des Klosters

Rovato kannte seine eigene "Sizilianische Vesper" - Vom Berg Monte Orfano überblickt der Besucher des Annunziatenklosters einen erheblichen Teil des Hochlands - Die Fresken vom Hl. Stephan - Der römische Turm von Coccaglio

So wie 17 Jahre später in Sizilien, fanden auch in ROVATO (9. November 1265) "Vespern" der Auflehnung gegen das französische Herrscherhaus Anjou statt. Vom kriegerischen Stolz des Städtchens zeugen die wenigen Überreste der Burg, die sehr alten, vielleicht sogar römischen Ursprungs ist; die drei Wachtürme, die man zwischen den Strassen im Zentrum erblickt, stammen jedoch aus dem 15. Jh.
Gebürtig aus Rovato war einer der bedeutendsten Maler des Cinquecento in Brescia, der sogenannte Moretto.Sein Haus, die Casa del Moretto- wie eine Gedenktafel es bezeichnet- befindet sich neben dem ebenfalls alten Rathaus, dem Municipio: bei kürzlich durchgeführten Renovierungsarbeiten kam ein gotisches Fenster zum Vorschein.
Die Parrocchiale di Santa Maria Assunta (16. Jh., im 19. Jh. in klassizistischem Sinne umgebaut) beherbergt zwei Gemälde von Palma dem Jüngeren: das Letzte Abendmahl schmückt die an Silber, Marmor und Ebenholz reiche Kapelle des Allerheiligsten aus dem 18. Jh. Neben dem Eingang der Pfarrkirche befindet sich das hölzerne Kruzifix von Andrea Fantoni.
Die Laubengänge um den Piazza Cavour wurden vom Architekten Rodolfo Vantini entworfen (1838).
Etwas ausserhalb des Zentrums, in Richtung Iseo, befindet sich das Herrenhaus Palazzo Porcellaga aus dem 16. Jh., das mit seinem runden Eckturm und dem eindrucksvollen vierstöckigen Turm einem Schloss ähnelt.
Auf der Strasse zum Berg Orfano steht die Kirche Santo Stefano aus dem 13. Jh. mit bewundernswerten Fresken aus dem zu Ende gehenden 15. Jh., die man Foppa zuschreibt.
Auf dem Berg Orfano erreicht man das Annunziatenkloster Convento dell’ Annunciata (siehe Abbildung), von weitem an seinem umfangreichen doppeltem Bogengang, von welchem man das Hochland überblicken kann, erkennbar.
Auf der Staatsstrasse ss 11 befindet sich nicht weit entfern von Rovato COCCAGLIO, das einst römisches "Castrum" war. Der römische Turm in der Dorfmitte (1. Jh. v.Chr.) wurde in die mittelalterliche Stadtmauer miteingebaut.

DIE ERSTEN SCHRITTE DES KARDINALS

Im Oktober 1580 hielt sich San Carlo Borromeo in Rovato auf und verlieh in der Kirche Santo Stefano Tonsur und Kirchengewand seinem Enkel, dem berühmten "Kardinal Federigo", dessen mit Heiligkeit bemäntelte Figur in Alessandro Manzonis Werk "Die Verlobten" glänzt.

Die gemeisselten Kapitelle des Klosters

Der erste Stein des Convento dell’ Annunciata wurde am 6. April 1449 von den Servitern gelegt. 1503 wurde die Kirche fertiggestellt und zugleich das Kloster errichtet, dessen Basreliefs der Kapelle besondere Aufmerksamkeit verdienen. Im Kirchenchor kann man neben älteren Fresken solche aus der ersten Hälfte des 16. Jh. (Verkündigung und Zwei Propheten) des Romanino oder aus Schuledesselben bewundern. Die Wandfresken stammen aus dem vorhergehenden Jahrhundert.