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Aus dem See ragt der Berg der Fischer empor Die
grösste Seeinsel Europas ist ein Berg, der sich 400 Meter über den Wasserspiegel erhebt
und auf dessen Spitze eine Wallfahrtskirche thront, die einen Ausblick auf beide Ufer des
Sees bietet - Die tausendjährige Kunst der Anfertigung von Fischernetzen
Nicht nur im Iseosee, sondern auch in der Adria und im Tyrrhenischen Meer pflegen
die Fischer, die auf MONTE ISOLA (Berginsel) hergestellten Fischernetze auszuwerfen. Es
handelt sich um eine Tradition, die wahrscheinlich um 1000 von den Kluniazensern der Insel
San Paolo eingeführt wurde und dabei eine Produktion ins Leben rief, die heute noch
blüht. Die Fischerei wird noch immer ausgeübt, und überall kann man die zum Trocknen
ausgelegten Fische sehen.
Monte Isola ist die grösste Seeinsel Europas. Auf dem Gipfel (404 m über dem
Wasserspiegel) schimmert weiss die vor langer Zeit auf den Resten eines heidnischen
Gotteshauses entstandene Wallfahrtskirche Madonna della Ceriola. Sie ist
von Cure aus zu Fuss erreichbar (im Sommer gibt es von Peschiera Maraglio aus eine
Busverbindung). Das Bauwerk nahm die heutigen Formen gegen Ende des 16. Jh. an. Der
Glockenturm, zum Teil aus Granit, stammt aus dem Jahre 1750. Die innig verehrte hölzerne
Madonna wurde 1924 mit dem Gold, das die Frauen der Insel als Opfer brachten, in
Anwesenheit von fünf Bischöfen bekrönt. Die Freske des Ecce Homo schreibt man Giovanni
da Marone zu und wurde 1815 dank einer vom Blitz geschlagenen Bresche in der inneren
Säule der Fassade sichtbar.
Die
Rocca Martinengo hoch über Sensole wurde von
der mächtigen ghibellinischen Familie Oldofredi vielleicht noch vor 1300 erbaut und ist
zu Fuss von Menzino aus erreichbar. Der höchste Turm befindet sich seltsamerweise in der
Mitte der vom Festungsgraben umgebenen Burg. Trotz des kriegerischen Aussehens wurde sie
von der Familie Martinengo Mitte des 15. Jh. in einen gefälligen Wohnsitz umgewandelt.
Ein Charakteristikum der Insel bilden die zahlreichen Häuser mit den eleganten Loggias im
oberen Stockwerk. So auch in Peschiera Maraglio, wo an der Ausfahrt der Ortschaft in
Richtung Sensole die casa fortificata Oldofredi (befestigte Residenz der Familie) einen
Bogengang mit einer Loggia darüber aufzeigt. Daneben, in Richtung See, in weiteres
Bauwerk mit einem Portal mit gotischen Zügen.
Die Insel ist durch den regelmässigen Verkehr von Fährschiffen von Sulzano nach
Peschiera Maraglio oder von Sale Marasino nach Carzano erreichbar. Eine Rundfahrt um die
Insel kann mit dem vor Ort verkehrenden Bussen, aber auch mit dem Fahrrad
(Ausleihmöglichkeiten in Peschiera, Sensole und Siviano), gemacht werden. Für Auskünfte
wende man sich an das Rathaus, Tel. 030/ 9825226. |