in Brescia und Umgebung

am Iseosee und in Franciacorta

im Valcamonica

am Gardasee und im Valsabbia

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Das Flachland

Die dank der Flüsse und Karstquellen fruchtbare Niederung Brescias wurde seit dem Mittelalter, als die Mönche begannen, das Land allerorts urbar zu machen, auf intensive Weise kultiviert.
Der Boden hat somit seinen Beitrag geleistet am Reichtum mächtiger Feudalfamilien, die Burgen und Herrenhäuser errichteten. Die Plätze und Hauptstrassen der Ortschaften sind mit Laubengängen versehen, wo einst die Getreidemärkte abgehalten wurden. Auf den Feldern zeichnen sich die grossen Bauernhäuser ab, die jedoch die Mechanisierung der Landwirtschaft von den ehemaligen Bewohnern geleert hat.
An einigen Stellen ist die Landschaft noch von den Maulbeerbäumen gezeichnet, die an eine nicht weit zurückliegende Vergangenheit erinnern, in der jede Familie Seidenraupen züchtete, um das Haushaltsbudget aufzurunden.

GESCHICHTLICHE HINWEISE

Prähistorische Siedlungen wurden in zahlreichen Orten entdeckt, die bekanntesten sind jedoch jene von Remedello (Jungsteinzeit, 2300-1800 v.Chr.) und jene in Gottolengo, wo sich im Bronzezeitalter (1500 v.Chr.) eine Festigung befand.
Ein grosser Teil von Bassa wurde von den Römern zu einem Zenturiat befehligt; nach diesem Usus pflegten sie, Anbauflächen den Kriegsveteranen zuzuteilen. Einen grossen Auftrieb erfuhr die Kultivierung durch die Abtei von Leno, die vom Langobardenkönig Desiderio 758 gegründet wurde.
Das Hochland war zwischen dem 14. und 15. Jh. Schauplatz der Unternehmen von grossen Heerführern wie Giovanni Acuto, Gattamelata, Bartolomeo Colleoni, Carmagnola.
Die Wirtschaft des Brescianer Flachkandes (Bassa) gründet sich traditionsgemäss auf die Landwirtschaft und die Viehzucht, seit dem Mittelalter unterstützt durch die Herstellung von wichtigen Bewässerungsgefässen. Im 18. Jh. verbreitete sich die Seidenraupenzucht und die Verarbeitung von Seide.
1909 stellten die berühmtesten Piloten der Welt (die Luftfahrt kannte man erst seit sechs Jahren) am Himmel von Montichiari in einer "Luftrundfahrt" ihr Können zur Schau. Dem Ereignis wohnte der junge Franz Kafka als Chronist bei.

Valtrompia

In diesem Tal wechseln sich Ortschaften und Industriefabriken, die nördlich von Brescia die Ufer des Flusses Mella einnehmen, ohne Unterbrechung ab. Lediglich jenseits von Marcheno, wo sich das Tal verengt, breiten sich Weiden an den Berghängen aus; die Nadelwälder verdichten sich, und es erheben sich schneebedeckte Wipfel im Hintergrund.
An den Seiten öffnen sich Nebentäler, wo einst die Eisenhütten und Schmieden in Betrieb waren und Kostbarkeiten herstellten, die von den Türmen bewacht wurden und wovon heute die Kunstschätze in den Kirchen Zeugnis ablegen.
Im Sommer werden die Viehherden den Maniva hinaufgetrieben. Dort treffen die drei Täler aufeinander und man kann bei klarem Himmel einen guten Teil des gesamten Alpenkammes in den Blick fassen und ausserdem das Blau des Gardasees erspähen.

GESCHICHTLICHE HINWEISE

Von den Bergen im Gebiet des Maniva bis hin zum Valle die Nave wurden Überreste prähistorischer Bewohner gefunden. In den Erzbergwerken von Collio wurde bis zur Römerzeit, wahrscheinlich durch den Einsatz von Sklaven, Material abgebaut. Das Tal war von der Via Valeriana durchzogen, die über den Guglielmo ins Tal Valle Camonica überführte.
Eine weitere Strasse verband in der Mitte des 16. Jh. dieses Tal mit der Valsabbia, um das Eisen zur Eisenhütte von Anfo zu transportieren. Venedig bestellte hier Waffen und Kanonen fürs eigene Arsenal. Diese rege Handelstätigkeit führte in Gardone zu Interessen und kämpferischen Handwerksfaktionen und somit zu Unruhen und Treiben des Bandenwesens, die sich vom ausgehenden 16. bis zum 18. Jh. hinzogen. Eine weitere Krisensperiode trug sich zu Ende des 17. Jh. zu, als Venedig das Auswandern der Handwerker nach Deutschland bremste, mit der Drohung, das Verlassen des Landes habe zur Folge, den Wohnsitz niemals wieder zu erlangen.
Ein weiterer wichtiger Produktionszweig stellte sich im 15. Jh. in der Valle del Garza (in Nave und Caino) heraus, wo zahlreiche Papierfabriken Fuss fassten.


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